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Louisiana

Louisiana gehört zu den Südstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika – ein Bundesstaat, der sich auf vielerlei Art und Weise von anderen Regionen der USA abhebt, sei es durch seine ungewöhnliche Geschichte, seine Bilingualität oder seine Vegetation bzw. wirtschaftliche Nutzung. Die drei angrenzenden US-Staaten sind Arkansas im Norden, Texas im Westen und Mississippi im Osten; hier bilden zu Teilen Flüsse die natürlichen Grenzen. Seinen hohen Bekanntheitsgrad erhält Louisiana nicht zuletzt durch seine für Amerika singulären geographischen Gegebenheiten; durch die Bedeutung des den Staat begrenzenden Fluss Mississippi, beispielsweise. Dabei bringt die Varietät der Landschaft verschiedenerlei Nutzen mit sich bzw. birgt diverse Gefahren: während man von der Fruchtbarkeit des Bodens in Schwemmlandgebieten profitiert, sorgt man sich gleichzeitig um Überflutungen und Hochwasser in anderen Gebieten. Schlammablagerungen im Mississippi und anderen Flüssen drohen für ein Ungleichgewicht im Pegelstand zu sorgen. Somit kommt der Beiname Louisianas, „Bayou State“ – was soviel bedeutet wie „sumpfiges Gebiet“ -, nicht von ungefähr.

Unter dem wirtschaftlichen Aspekt betrachtet, war Louisiana über einen längeren Zeitraum hinweg durch die gewinnträchtige landwirtschaftliche Nutzbarkeit sehr einträglich – zu erwähnen seien Produkte wie Baumwolle, Zuckerrohr, Reis und Sojabohnen. Die Fülle an Bodenschätzen hat dem Staat zu wirtschaftlicher Stabilität verholfen: große Erdöl- und Erdgasvorkommen machen ihn zum zweitgrößten Lieferanten eben jener Rohstoffe in den Vereinigten Staaten. Auch Salz, Schwefel, Kalk und Quarzsand zählen zu den wichtigen Bodenschätzen im Staatsgebiet. Neben den oben genannten Lebensmitteln ist gerade auch der Fisch typisch für die dortige kulinarische Welt – diese Zutaten finden sich in der raffinierten Cajun-Küche bzw. in der kreolischen Küche wieder, wie z.B. im „Jambalaya“ oder „Gumbo“.

Im Gegensatz zu anderen US-amerikanischen Staaten, die nach und nach der Union einverleibt wurden, kann Louisiana auf eine interessante und vielgestaltige Vorgeschichte zurückblicken. Die Gründerväter waren im Falle dieses Südstaats Franzosen, namentlich Robert Cavalier, Sieur de La Salle, sowie Pierre Le Moyne, Sieur d’Iberville. Auf erstgenannten geht die Besitznahme im Namen des Königs von Frankreich, Ludwig XIV, zurück, woher sich auch der Name Louisiana ableitet. Le Moyne hingegen sind die ersten Siedlungen im unmittelbaren Mississippigebiet zu verdanken. Nachdem das Territorium östlich des Mississippi nach dem Siebenjährigen Krieg an England abgetreten werden musste, erfolgte schließlich der maßgebliche „Louisiana Purchase“ durch die Vereinigten Staaten, die 1783 ihre Unabhängigkeit erlangten und mit dem Neuerworbenen ihr
Gebiet auf die doppelte Staatsfläche vergrößerten – damals erstreckte sich Louisiana bis weit in den Mittleren Westen und in den Norden der heutigen USA. Wie so viele andere Südstaaten lebte die Wirtschaft bis weit ins 19. Jahrhundert von der Sklaverei. Erst nach den Wirren des Sezessionskrieges, der Besetzung durch Truppen aus den Nordstaaten und einer neu ratifizierten Verfassung konnte schrittweise die Emanzipation und das Erstarken der Rechte der Schwarzen erwirkt werden. Heute setzt sich die Bevölkerung Louisianas wie folgt zusammen: rund zwei Drittel sind Weiße, cirka ein Drittel bildet die Gruppe der Afroamerikaner, weitere Minderheiten sind Hispanics, Asiaten und Indianer.

Der Staat kann sich mit besonders sehenswürdigen Städten schmücken, die durch das einzigartige Südstaatenflair hervorstechen und sich durch einen ganz eigenen Charakter auszeichnen. Darunter fallen Baton Rouge, Bienville, Pointe Coupée und Shreveport, um nur wenige Lokalitäten zu nennen – klangvolle Namen, die von dem Vermächtnis und dem einstigen Gepräge der französischen Kolonialmacht zeugen. Eine „Welt für sich“ ist den sogenannten Cajuns (frz.: Cadiens) zu eigen – dabei handelt es sich um Nachfahren der aus Ostkanada vertriebenen akadischen Franzosen, die an ihrer Kultur und Tradition festzuhalten pflegten, wodurch eine von den USA kaum beinflusste französisch geprägte Authentizität erhalten blieb. Louisiana-Kreolisch ist die einzige Kreolsprache Amerikas mit französisch-basiertem Wortschatz.